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Allgemeinbildendes Gymnasium mit sprachlichem,
naturwissenschaftlichem und künstlerischem Profil

Das Droste im Rückblick: 2001/02

Ein Kunst-Projekt nach Andy Goldsworthy

In einer einführenden Stunde haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b zunächst erprobt,
wie sich Blätter verschiedener Farbe oder Art anordnen lassen und anschließend die Arbeiten des
Künstlers Andy Goldsworthy kennen gelernt.

 

Zur nächsten Doppel-Stunde am Nachmittag brachten die Schüler selbst Herbstlaub mit.
Sie sollten möglichst viele Blätter verschiedener Farbe, aber der gleichen Sorte mitbringen.
Die Schüler arbeiteten in Gruppen und mussten sich also zunächst auf ein gemeinsames Thema einigen.
Bevor das ‚Bild' tatsächlich mit Tapetenkleister an die Betonwand geklebt werden durfte,
mussten die Schüler ihre Bildidee zunächst auf dem Boden auslegen.
Sie durften keine gegenständlichen Themen wählen, sondern sollten einfache Formen entwickeln.
In der nachfolgenden Doppel-Stunde wurde das erfolgreich durchgeführte Projekt nachbereitet.
Die Schüler erhielten durch einen Text von Andy Goldsworthy Einblicke in die Besonderheiten seiner Arbeitsform.
Außerdem wurde den Schülern durch den Vergleich einer Arbeit Goldsworthys mit einem Gemälde
von Albrecht Dürer vor Augen geführt, worin einer der entscheidendsten Unterschiede zwischen
Goldsworthy und den tradierten Künsten besteht: nämlich im Faktor der Zeit, der Vergänglichkeit.


Arbeiten der Art Goldsworthys erfordern eine Form der Dokumentation. Eine solche Dokumentation schrieben die Schüler
auch in ihr Skizzenheft, angeleitet durch ein Aufgabenblatt. Eine weitere Form der Dokumentation besteht selbstverständlich in diesem Beitrag im Internet!!!

Claudia Bannwarth

 


Zitat von Andy Goldsworthy:


"Sehen, Fühlen, das Material, der Ort und die Form sind für mich untrennbar mit der entstehenden Arbeit verbunden. [...]
Ich gebe mich mit den Möglichkeiten zufrieden, die mir jeder Tag bietet; wenn es schneit, arbeite ich mit Schnee,
im Herbst mit Laub. Ein umgefallener Baum dient als Lieferant von Ästen und Zweigen.
Ich bleibe irgendwo stehen, oder ich hebe etwas auf, weil ich das Gefühl habe, es gibt etwas zu entdecken.
Hier kann ich etwas lernen. [...]
Bewegung, Wandel, Licht, Wachstum und Zerfall sind das Herzblut der Natur, die Energien,
die ich durch meine Arbeit versuche zu erschließen. Die Erregung bei einer Berührung, der Widerstand,
den ein Ort, die Materialien und das Wetter leisten, die Erde sind Quellen meiner Arbeit. [...]
Ich bin mir darüber klargeworden, dass sich die Natur in einem Zustand des ständigen Wandels befindet
und dass diese Erkenntnis der Schlüssel zu ihrem Verständnis ist. Mir ist daran gelegen, dass meine Kunst sensibel
[= empfindsam] gegenüber dem Wandel von Materialien, Jahreszeiten und Wetter ist. [...]
Jede Arbeit entsteht, bleibt, vergeht - die Fotografie zeigt die Arbeit am Höhepunkt ihres Daseins, in dem Moment, wo sie am lebendigsten ist. [...]"

 

Aufgabe:

Dokumentiert die Materialbeschaffung, die Planung und die Durchführung eurer Arbeit.

1. Materialbeschaffung:
a. Wo habt ihr euer Material gesammelt? Gab es irgendwelche Zwischenfälle?
b. Auf was habt ihr dabei geachtet?
c. Auf welche Probleme seit ihr dabei gestoßen?


2. Planung:
a. Wann habt ihr euer Projekt geplant?
b. Habt ihr vor Beginn der praktischen Arbeit eine Planungsskizze angefertigt oder
habt ihr euch auf eine andere Art und Weise auf ein Thema geeinigt? Wie?


3. Durchführung:
a. Welche Materialien und Hilfsmittel wurden benötigt?
b. Auf welche Schwierigkeiten seid ihr während der Arbeit gestoßen?
c. Seid ihr mit eurem Arbeitsergebnis zufrieden? Erklärt eure Antwort!
è Fertigt vor Ort eine Buntstiftzeichnung eurer Arbeit an! Seid dabei leise!

 

   

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